Dienstag, 17. Juni 2008

Zweite Klausur und erster Abschied

Am Freitag (13.06) bin ich mit meinen Eltern nach Nerja gefahren. Unser Apartment war total super! 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad und ein Innenhof. Dieser war durch eine hohe Mauer von den Innenhof der Nachbarfamilie getrennt - einer spanischen Familie. Was leider auch bedeutet, dass es immer SEHR LAUT war, sobald sie in ihrem Hof waren (die Spanier reden nicht, sie schreien!).
Ich bin aber gar nicht lange in Nerja geblieben, schon am Samstag ging es für mich zurück nach Granada, um weiter für die zweite Klausur zu lernen. Das Lernen bestand hier im wesentlichen aus dem Durchlesen des 230 Seiten langen Skriptes (von dem die letzten 90 Seiten erst im Laufe der letzten Woche vor der Klausur online gestellt wurden).
Am Samstagabend sollten wir uns alle zum Grillen treffen. Alle meint wirklich alle, denn irgendjemand, den keiner von uns kannte, hat an alle Freunde eine Einladung geschickt, mit der Bitte, die Einladung an alle Freunde weiterzuleiten. Einige von uns bekamen diese e-mail, andere wurden bei Facebook dazu eingeladen. Und so gab es auf einem entlegenen Grillort, 40 Minuten Fußweg hinter der Alhambra ein Treffen von so ziemlich allen Erasmusstudenten in Granada, die nicht gerade am Strand waren.
Leider wurde zumindest für uns nichts aus dem Grillen, da in den Geschäften wegen dem anhaltenden Streik kein Fleisch zu kaufen war. Wir haben stattdessen Surimi und Döner gekauft (und natürlich etwas zu trinken). Eins kann ich sagen: Gegrilltes Surimi schmeckt nicht (der Döner war aber super!).
Am Sonntag ging das Skriptlesen munter weiter und am Montag kam schließlich die Klausur. Im Nachhinein war sie gar nicht mal so schwer, aber nach meinem Gefühl habe ich nicht mehr als 40 Prozent geschafft - und diese auch nur mit Glück. Aber alles kein Problem, da wir sowieso nur 25% brauchen. Wir durften übrigens das Skript benutzen, weil der Prof meinte: "Das alles kann kein Mensch wissen!".

Am Abend nach der Klausur kam auch schon die erste Abschiedsfeier: Unser polnischen Erasmuskolleginnen mussten Granada leider schon verlassen. Ihr Weg führte sie nach Marbella, um dort noch zwei Monate zu arbeiten, bevor es wieder nach Hause geht.
Die Feier bei ihnen war wie immer super und die Disko danach ebenfalls. Auf dem Heimweg wurden aber alle ziemlich traurig und die Polinnen wollten, dass wir versprechen, sie in Marbella zu besuchen. Ich bin auf jeden Fall dabei.

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