Montag, 25. Februar 2008

Sevilla bei Regen

Am Samstag hatten wir unseren ersten Erasmusausflug. Die Reise ging nach Sevilla. Kaum waren wir jedoch in der Stadt angekommen, fing es an zu regnen. Am Anfang war das uns allen noch egal. Wir besichtigten die Kathedrale (eine der größten der Welt und die größte gotische), die echt sehenswert war. Wäre der Eintrittspreis von 4 Euro (für Studenten) nicht schon in den 25 Euro drin gewesen, die wir für die Fahrt bezahlt hatten, hätte es sich wirklich gelohnt, soviel für die Besichtigung zu bezahlen (die 38 Euro für den Bus hin und zurück waren auch in den 25 Euro drin *g*). Neben den (angeblichen) Grab von Kolumbus, war u.a. die Giralda ein Highlight: Von diesem Turm aus konnte man die gesamte Stadt überblicken.
Als wir aus der Kathedrale raus waren, ging uns der Regen doch schon auf die Nerven. Halb durchnässt haben wir uns noch das Alcazar (ein Palast) angesehen - aber leider reichte die Zeit nicht für alles (und das Wetter nicht für die Gärten). Anschließend sollte noch einen Stadführung stattfinden, aber diese ist ins Wasser gefallen (zumindest nehmen das ich und Christoph an, wir hatten nämlich unsere Gruppe verloren). Stattdessen haben wir ein paar Fotos am Fluss gemacht und uns dann in ein Café gesetzt und auf den Bus gewartet.
Am Sonntagabend gab es nochmal ein Erasmustreffen. Diesmal sind wir zu einem Aussichtspunkt gegangen, von dem aus man die Alhambra und die Stadt sehen kann. Wir haben uns das Ganze während dem Sonnenuntergang angesehen. Dabei sind auch ganz schöne Bilder entstanden.

Freitag, 22. Februar 2008

Nach der ersten Uniwoche

Wie es aussieht habe ich Freitag doch nicht frei - leider. Ich wurde nämlich in eine Praktikumsgruppe am Freitag zugeteilt. Aber dort gibt es scheinbar keine Anwesenheitspflicht. Es handelt sich dabei um Softwaretechnik III - der einzige Kurs, bei dem schon die Praktika (also die Übungen) angefangen haben. Der Ablauf hier ist: Man bildet 9er Teams mit je drei 3er Subteams. Innerhalb von einem Monat muss man eine fertige Anwendung programmieren (lokal zur Administration mit Java, das Webinterface zur Datenabfrage mit PHP). Ein Subteam macht dabei die Planung, Leitung, Dokumentation und die Tests. Das andere das Softwaredesign und das dritte Subteam die Programmierung. Im zweiten und dritten Monat werden die Rollen getauscht. Ich bin im ersten Monat in der Planungs- und Verwaltungsgruppe. Programmierung wäre zwar am einfachsten gewesen - aber ich verstehe nicht ganz, was für eine Software die wollen. Das, was ich verstanden habe, klingt zu einfach für die Zeit, die wir dafür haben ... Und wenn man keine Ahnung hat, ist es am besten, das Ganze zu planen und zu verwalten - da ist im wahren Leben ja auch so ;-) Daher habe ich mich für diese Gruppe entschieden. Gerade habe ich zum Auftakt die wichtigsten Sachen aus dem Robbie 9 Projekthandbuch übersetzt und an meine Subgruppe geschickt - bin mal gespannt, was die dazu sagen.
In den anderen Kursen muss man auch Projekte realisieren, ich habe aber noch keine Ahnung was - bin aber auf das Projekt in Computergrafik gespannt.
Das Bier in der Mensa war übrigens im Preis mit drin - dummerweise gibt es aber seit dem zweiten Tag nur noch Wein :-( und kein Bier mehr ...

Montag, 18. Februar 2008

Erster Unitag und Mensa

Heute war der erste Tag an der Uni! Ich hatte aber nur einen Kurs, weil die Übungen noch nicht losgehen. Dieser Kurs ist Computergrafik (bewusst gewählt, weil ich den schon in Koblenz hatte - man sollte es hier ja nicht zu schwer haben *g*).
Der Professor hat verständlich gesprochen - nur haben mir die Wörter gefehlt *g*. Scheinbar ist hier keine Anwesenheitspflicht bei den Vorlesungen - aber dafür bei den Übungen.
Ich habe mir ein paar Fragen notiert zu den Sachen, die ich halb rausgehört habe und den Prof nach der Vorlesung nochmal gefragt. Der hat mir alles freundlich erklärt und meinte, dass ich ihm eine e-mail schreiben soll, wenn mir noch eine Frage einfällt. Nach der Uni habe ich mich bei dem Erasmusprogramm angemeldet - für Ausflüge und Partys.
Zum Schluss bin ich zur Mensa gegangen. Diese ist nicht bei uns an der Fakultät, sondern wieder in der Stadt - etwa 400 Meter von meiner Wohnung. Für 3 Euro gab es hier ein kleines Baguette, eine Birne, einen Suppenteller (Suppe mit Meeresfrüchten) und das Hauptgericht (irgendein Fleisch mit fritierten Aubergine- und Zucchinistreifen). War sehr lecker und sättigend (nächstes Mal esse ich das Baguette nicht, sondern nehme es für das Abendessen mit nach Hause). An jedem Tisch stehen hier Krüge, die man mit Trinkwasser auffüllen kann. Es gibt aber auch die Möglichkeit eine Flasche Bier zu holen - ich glaube die ist schon im Preis mit drin. Aber das finde ich morgen raus.

Sonntag, 17. Februar 2008

Ausgehen auf Spanisch

Am Samstag hatten meine WG-Mitbewohner vorgeschlagen, abends auszugehen. Aber wie das in Spanien so üblich ist, wurde es etwas später. Ab 0:30 Uhr haben die angefangen, sich fertig zu machen. Um 1:30 Uhr sind wir dann erst aus dem Haus raus. Wir haben uns Rum und Cola für den Weg gekauft - der uns aber ziemlich aufgehalten hat, sodass wir erst um 3 Uhr in der Zielbar angekommen waren (normal braucht man für den Weg etwa 20 Minuten).
Die Bar, in die wir gegangen sind hat sich als Schwulenbar herausgestellt. Als ich mich durch die Menge gequetscht habe, hat mir einer Platz gemacht. Ich habe mich bedankt mit "gracias" - und er fragte direkt auf Englisch wo ich herkomme (wie sich rausgestellt hat, weil ich "gracias" gesagt habe und nicht "gracia" - wie es in dem andalusischen Slang üblich ist). Ich wurde insgesamt einige Male angesprochen und die waren alle enttäuscht, dass ich schon vergeben bin und noch mehr enttäuscht, weil ich eine FreundIN habe ;-)
Die Bar hat um 4 zugemacht und wir mussten raus. Die meisten wollten danach in die Disko "Zoo" gehen (wenn ich richtig verstanden habe, ist das eine Lesbendisko) - aber meine Mitbewohner (bis auf einen) wollten auch schon heim. Einer meiner Mitbewohner hat mich versucht davon zu überzeugen, dass er schwul ist - aber ich habe ihm nicht geglaubt (weil er der Spaßvogel der WG zu sein scheint). Selbst als er einen Mann geküsst hat, dachte ich, dass er mich nur verarschen will. Aber ein anderer Mitbewohner hat mir gesagt, dass es stimmt.
Über ein paar Umwege sind wir um 6 an unserer Wohnung gewesen - aber irgendein Depp hatte unser Schlüsselloch mit Kleber zugeklebt. Wir dachten zuerst, dass da was drinsteckt und haben versucht es rauszuziehen, aber ohne Erfolg. Irgendwann haben wir den Schlüsseldienst angerufen und der hat uns die Tür aufgemacht und das Schloss gewechselt (wohlgemerkt war das Ersatzschloss von uns - er hatte uns keins verkauft) - das alles für 70 Euro - was meine Mitbewohner sehr sehr billig fanden für diese Art Service! So kam ich erst um 9 ins Bett ...

Samstag, 16. Februar 2008

Motril - Ausflug ans Meer

Ich wollte unbedingt mitten im Februar ans Meer. Daher habe ich mich am Freitag in den Bus gesetzt und bin nach Motril gefahren. Die Fahrt dauerte 90 Minuten, obwohl die Stadt nur 70 km entfernt ist. Dafür haben wir an vielen kleinen Stellen gehalten, um Passagiere aufzunehmen.
Alle Leute sagen, dass Motril nicht so schön ist und es sich nicht lohnt dorthin zu fahren. Ich wollte mir selber ein Bild davon machen - und auf den ersten Blick schienen die "anderen" recht zu haben. Als ich aus dem Bus gestiegen bin, hatte ich den Eindruck, in einem kleinen Ort ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten gelandet zu sein. Erst nachdem ich etwa eine halbe Stunde durch die Stadt geirrt bin, kam ich an einer Stelle raus, wo es einigermaßen was zu sehen gab: Einen großen Brunnen, einen Park und eine Kirche. Zum Glück gab es hier auch eine Touristeninformation, wo ich mir direkt einen kostenlosen Stadtplan geholt habe (natürlich habe ich auf Spanisch geredet *g*).
Nach einem kurzen Spaziergang durch den Park, habe ich mich zum Strand aufgemacht. Von Google Earth wusste ich, dass der Strand etwa 1 km außerhalb der Stadt liegt, daher war ich an dieser Stelle von dem langen Weg nicht überrascht. Dieser hatte sich aber gelohnt und ich hatte den Strand fast für mich alleine! Ich habe meine mitgebrachten Brote gegessen, Fotos gemacht und bin ein Stück spazieren gegangen (das Wasser war sehr kalt, aber für die Füße hat es gereicht). Zurück in die Stadt bin ich aber schon mit dem Bus gefahren - für 90 Cent.
Insgesamt kann man sagen, dass Motril nicht die Superstadt zum Besuchen ist (hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich noch den Leuchturm an einem hohen Ufer suchen können - aber der schien sehr weit außerhalb zu sein), aber für einen kurzen Ausflug ans Meer durchaus geeignet.

Freitag, 15. Februar 2008

Granada - Südrunde

Am Donnerstag habe ich mir überlegt, die etwas entlegeneren Teile Granadas anzusehen. Ich bin nach Westen aus der Stadt raus (oder zumindest bis zur Autobahn) gegangen und von da runter nach Süden. Es war wieder warm an diesem Tag und es waren viele Leute auf den Straßen - aber vor allem Jogger. Ich habe sogar einen kleinen Park gefunden, wo einige Leute mehrere Runden gedreht haben, während ich da war - also wirklich klein. Von da aus bin ich weiter nach Süden bis zum "Fluss", der fast komplett ausgetrocknet ist (an einer Stelle war aber sogar etwas mehr Wasser drin). Nach ein paar Umwegen habe ich dann doch weiter dem Fluss nach Südosten gefolgt und kam irgendwann in eine sehr sehr ruhige Gegend. Das war sogar ein wenig unheimlich - alles wirkte still und verlassen. Und auch die Häuser machten einen Eindruck, als wollten sie keine Fremden in ihrer Nähe sehen. Ich war aber auf der Suche nach einem Schlösschen, welches sich da irgendwo befinden sollte. Nach ein wenig Suchen bin ich über einen Hügel und war froh, neben dem Schlösschen auch wieder die normale Stadt zu sehen und nicht mehr irgendeine Randgegend. Der Hinweg hat insgesamt 3 Stunden gedauert, der Rückweg nur 1, weil ich keine Umwege mehr eingeschlagen habe.

PS: Album "mein Zimmer" ist aktualisiert und heißt jetzt "meine Wohnung".
PPS: Wer einen Google-Account hat, kann hier Kommentare abgeben, ohne sich für irgendwas extra anmelden zu müssen.

Dienstag, 12. Februar 2008

Uni und Stundenplan

Gestern habe ich meinen Uniausweis abgeholt - bin jetzt also offiziell ein Granadastudent. Danach wollte ich mich an der Uni einschreiben, aber das war etwas komplizierter als ich dachte. Hier ist es nämlich so, dass man sich beim Einschreiben für bestimmte Kurse einschreibt - das heißt, man muss vor dem Einschreiben einen Stundenplan erstellen. Dazu habe ich von dem Betreuer an der Uni (ja - die Erasmen werden hier persönlich beim Einschreiben betreut) eine DVD über die Uni (leider kein Film, nur PowerPoint) und ein Vorlesungsverzeichnis bekommen. Die Vorlesungen, die ich mir vorgenommen hatte zu besuchen, kann ich so nicht nehmen, weil es zu viele Überschneidungen gibt. Irgendwie ist es hier oft so, dass eine Vorlesung nur einstündig stattfindet - dafür aber an vier Tagen die Woche. Und das führt in einem Fall zu extrem vielen Kollisionen. Diese Vorlesung (programación concurrente) musste ich daher leider rausschmeißen (die hätte ich echt gerne gehört). Aber das hatte auch was Gutes: Sobald diese Vorlesung weg war, blieb für Freitag nur noch ein Kurs übrig, den ich aber nur aufgeschrieben hatte, um eine Lücke im Vertrag zu füllen. Da ich den Kurs sowieso nicht machen wollte, habe ich ihn auch gestrichen und habe jetzt Freitag (voraussichtlich) frei - außer ich werde in eine Übungsgruppe gesteckt, die am Freitag ist. Etwa zwei Stunden später hatte ich mir alternative Kurse ausgesucht und alle so legen können, dass es keine Überschneidungen gab (was eine Herausforderung gewesen ist). Habe jetzt also Mo bis Do Uni von 8/9 bis 13/14 Uhr. Nur am Dienstag muss ich nochmal nach der Siesta an die Uni von 16 bis 21 Uhr. Bin mit dem Stundenplan zufrieden und hoffe, dass ich auch in alle Übungsgruppen reinkommen kann, die ich mir aufgeschrieben habe.
Heute bin ich mit meinem fertigen Stundenplan nochmal an die Uni gefahren und habe mich dort eingeschrieben. Am Montag geht die Uni los, bis dahin habe ich noch frei und kann mich faul in die Sonne legen (wobei bei uns das Wetter schlechter geworden ist, wir haben "nur noch" 16 Grad - aber die Sonne scheint weiterhin ohne Pause - auch nachts...).

Wohnung und Stadt

Wir haben endlich Internet in der Wohnung (wobei ich aber nicht weiß, ob das unseres ist, oder meine Mitbewohner nur den Key von einem Nachbar haben).
Habe inzwischen alle drei (+2) Mitbewohner kennengelernt. Das Mädel, Stela, die beiden Jungs Javi und Javi (und der Freund von Stela, Marco und sein Hund Gibli). (Einer von den Javis hat seine PS2 und Wii in die Wohnung gebracht).
Die sind alle lustig drauf und freundlich, auch wenn sie mir einige Sachen mehrmals erzählen müssen, weil ich nichts verstehe.
Jetzt, nachdem ich ein paar Tage hier gewohnt habe, finde ich, dass ich totales Glück mit der Wohnung gehabt habe - sie gefällt mir immer noch.
Am Sonntag war ich mit Jean Paul, einem Kanadier, auf der Alhambra und habe mir schon mal den kostenlosen Teil angesehen. Am Nachmittag habe ich mich wieder mit meinen zwei deutschsprachigen Bekannten getroffen. Wir sind hinauf in den alten maurischen Stadtteil "Albacin" gegangen. Dort gibt es nur enge Gassen, weiße Häuser und einen super Ausblick auf die Stadt und die Alhambra. Muss nochmal dorthoch, um den Sonnenuntergang anzusehen und ein paar Fotos zu machen.

Meine Adresse ist übrigens:
Viktor Seib
Calle Almenillas 10/2°B
E - 18003 Granada

Samstag, 9. Februar 2008

Wohnungssuche Tag 2

Der erste Tag war ok, hat aber nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Immerhin konnte ich einen Eindruck von den Wohnungen gewinnen und wusste ungefährt, was ich erwarten kann und was nicht.
Aber der Zeitdruck stieg - nur noch eine Nacht im Hostel war übrig. Im Internet gab es 4 neuen ansprechende Anzeigen und außerdem 7 vom Vortag, die ich mit Pablo gefunden habe. Zum Anrufen war es aber noch zu früh, daher bin ich mit
Christoph (siehe Posting vom Mittwoch), der auch Informatik studiert zu unserem Campus aufgebrochen. Vorher haben wir noch im "Akademischen Auslandsamt" (oficina de relaciones internacionales) unsere Studentenausweise beantragt, die wir am Montag abholen können.
Unsere Fakultät ist in einer sehr schönen Gegend, viele Palmen, schöne Häuser und das Unigebäude ist auch super. Das ganze ist bestimmt schön zum Wohnen (als Familie - nicht als Student) - aber zu weit weg vom Zentrum. Haben an der Uni nichts gemacht, außer uns ein wenig umzusehen.
Dann wurde es auch wieder Zeit zum Telefonieren. Von den 11 Nummer haben wieder nur 4 einen Besichtigungstermin ergeben - 3 waren den ganzen Tag lang unerreichbar und 1 hätte man sich erst am Montag ansehen können. Einige anderen waren entweder schon belegt oder hatten kein Internet.
Die erste Wohnung war in Ordnung, befand sich Mitten im Zentrum (!) und hat nur 150 Euro gekostet - aber das Zimmer war sehr klein. Christoph hat sich trotz des kleinen Zimmers dafür entschieden - wegen dem Preis und weil es noch ein hinreichend gutes Wohnzimmer gab. Die zweite Wohnung war wieder gut und teuer - ich habe da zugesagt, musste aber bis zum Abend warten, ob ich sie wirklich haben dürfte.
Bis zum nächsten Termin mussten wir eine Stunde totschlagen (wie schon die ganze Zeit zwischen den Terminen) und sind durch die Straßen gelaufen. Christoph hat eine Anzeige gesehen, an der ich vorbeigerannt wäre. Ich habe da auch angerufen und einen Termin vereinbart.
Die dritte Besichtigung war in der Nachbarstraße von Christophs Wohnung und war sehr gut. Die beiden Mädels (und 3 Katzen!) waren sehr nett, aber Raucher und die Wohnung sah nicht sauber aus. Ich habe trotzdem auch hier zugesagt - als Sicherheit - aber hier hätte ich bis zu 3 Tage auf eine Entscheidung warten müssen.
Der vierte Termin wäre um 20 Uhr gewesen - in der Zwischenzeit hatte ich aber den Termin der neu gefundenen Anzeige. Das war dann auch das Zimmer, das ich genommen habe. Es hat etwa 15 m². In der Wohnung gibts ein Wohnzimmer, Küche mit Waschmaschine, zwei Bäder und 3 weiter Mitbewohner (von denen ich bisher nur eine kennengelern habe). Ich zahle 166 Euro warm im Monat. In ca. 2 Wochen wird es dort auch Internet geben, sodass der Preis um etwa 10 Euro steigen wird - was aber ok ist, ich will unbedingt Internet haben!
Danach musste ich den letzten Besichtigungstermin absagen. Ebenso die beiden ersten Wohnungen und eine vom Vortag.
An diesem Tag hatte wir alle drei (ich, Christoph und Nicole) eine Wohnung gefunden. Alle sind zentral gelegen und meine hat sogar ein riesiges Einkaufszentrum in der Nähe (und eine coole Tapas Bar). Pablo wohnt auch irgendwo in der Nähe von meine Wohnung.
Abends sind wir rausgegangen um den Tag mit ein paar Tapas zu feiern - nach 2 war ich total satt - dann haben wir noch was getrunken und die Tapas abgelehnt.
Fotos von der Wohnung kommen auch bald!

Donnerstag, 7. Februar 2008

Wohnungssuche Tag 1

Aufgewacht nach der ersten Nacht. Es ist Donnerstag, der 7. Februar. Ich habe noch zwei Nächte im Hostel, muss mich also auf Wohnungssuche machen. Zum Glück gibt es im Hostel WLAN - also ist die erste Aktion des Tages: Anzeigen suchen. Habe mir 8 Stück rausgesucht, die sich einigermaßen gut angehört haben und später noch auf der Plaza Nueva eine Nummer gefunden. Hatte also 9 Nummer anzurufen - aber leider kein Guthaben mehr auf der Handykarte. Das sollte aber kein Problem sein, dann man kann an jeder Ecke im Tabakladen die Karte aufladen - dachte ich zumindest. Aber für meinen Anbieter (Happy Móvil) fühlte sich keiner der Läden zuständig. Schließlich habe ich im "El Corte Ingles" (eine Einkaufszentrumkette - etwa Galeria Kaufhof vom ersten Eindruck her) erfahren, dass meine Karte nur in den Läden von "Phone House" aufgeladen wird. So ein Laden war schnell gefunden und ich konnte loslegen.
Das erste Telefongespräch war etwas holprig, doch schon bald hatte ich die Standardfragen gut drauf - leider gab es keine Standardantworten, sodass ich immer wieder Verständnisprobleme hatte. Einige Leute gingen den ganzen Tag nicht ans Handy und ein paar Wonungen waren schon weg. Schließlich hatte ich von den 9 Nummern 4 Termine vereinbart, alle davon relativ spät am Abend.
Das erste Zimmer war schön hell und hatte sogar einen kleinen Balkon mit Stadtblick - aber kein Internet und keinen Tisch im Zimmer. War dafür aber auch relativ teuer. Die zweite Wohnung war noch teuerer - aber einfach nur cool. Da gab es alles u.A. auch ein großes Wohnzimmer und eine Dachterrasse. Die hätte ich genommen, aber die Leute wollten noch bis zum Abend Bedenkzeit haben und haben sich schließlich für jemand anderen entschieden. Dass ich die dritte Wohnung nicht nehmen würde, war mir von Anfang an klar - diese war einfach zu weit außerhalb - etwa 20 min mit dem Bus bis zum Zentrum(rand). Aber da ich nichts anderes vorhatte und auch keine weiteren Termine bekam, bin ich den ganzen Weg nach draußen zu Fuß rausgegangen. Das Zimmer war ok, günstig und hatte einen super Ausblick auf die Sierra Nevada - aber halt zu weit außerhalb. Das vierte Zimmer war wieder im Zentrum, aber sehr sehr klein und dunkel - trotzdem das beste, was nach der Absage der coolen Wohnung übrigblieb.  Ich sagte also, dass ich mich an nächsten Tag nochmal melde und Bescheid sage, ob ich die nehme oder nicht - aber eigentlich wollte ich sie nicht nehmen.
Etwas später habe ich mich mit Pablo getroffen und er hat mir ein paar schöne Tapasbars gezeigt. Das ist super hier - man bestellt ein Bier für 1,60 bis 2,50 und bekommt noch gratis was zu essen dazu. Nach 2 Bier hat man meistens keinen Hunger mehr (hängt natürlich von der Bar ab - einige geben nämlich sehr großzügige Portionen). Später hat mir Pablo noch eine Straße mit sehr sehr vielen Wohnungsanzeigen gezeigt und wir haben ein paar davon abgerissen und er hat für mich sogar einen Termin für den folgenden Tag vereinbart.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Flug und Hostel

Sitze gerade auf der Dachterasse des Funky-Hostels in Granada und habe einen tollen Blick über die Stadt! Bin also schon in der Zielstadt angekommen.
Aus der Wohnungsbesichtigung wurde nichts, weil die Wohnung schon vergeben war. Auch zwei andere Angebote, die ich gestern per e-mail angeschrieben habe, sind schon weg - bleiben noch zwei von den gestrigen. Hoffe das klappt mit der Suche recht schnell, damit ich auch richtig ankomme und den Koffer auspacken kann.
Der Flug war sehr gut. Zwischenzeitig hieß es, dass es in Málaga zu benebelt ist und wir evtl. auf Granada
ausweichen müssen - aber ist doch gut
gegangen und wir sind in Málaga gelandet (auf Granada wäre ich
nicht vorbereitet gewesen und 
wüsste nicht wohin).
Habe von Málaga für 9,14 den Bus nach Granada genommen, bin ein wenig suchend durch die Straßen gerannt und habe schließlich das Hostel gefunden - in einem verwinkelten, engen Gässchen. Es macht aber einen guten Eindruck und gleich gibt es Paella!
Habe hier schon zwei andere Erasmen kennengelernt: Christoph aus Italien und Nicole aus Österreich - beide sprechen Deutsch. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir nur solange Deutsch untereinander sprechen, wie wir noch keine Wohnung haben.

Dienstag, 5. Februar 2008

Koffer packen

Nach einem etwas stressigen Tag (Telefonate mit Alice-DSL, Kevag und Uni) und ein wenig Erholung (Karnevalszug in Auderath - ja, am Dienstag!), kann ich gleich in Ruhe meinen Koffer packen und hoffen, dass er unter 20 kg bleibt.
Für morgen habe ich übrigens schon einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung. Das Lustige: Dort gibt es keine Heizung, sondern nur eine "Feuerstelle" (brasero).
Morgen geht es schon um 4 raus aus dem Bett, also lege ich mich am besten sofort schlafen ;-)

Sonntag, 3. Februar 2008

Mein Blog

Hi, hier ist also mein Blog. Hier werde ich (zumindest am Anfang) regelmäßig erzählen, was mir passiert ist (oder hätte passieren können ;-) Viel Spaß beim Lesen!