Gestern haben wir beschlossen, das komplette spanische Ausgehprogramm durchzuziehen. Wir haben uns daher um 22 Uhr zum Tapas essen getroffen. In einer Bar gleich bei mir um die Ecke haben wir dann auch zwei Runden bestellt - mehr ging einfach nicht, weil wir schon satt waren. Übrigens waren wir 9 Leute, von denen nur einer kein Deutsch kann - und wir haben alle fast die ganze Zeit auf Spanisch gesprochen.
Nach dem Tapas sind wir irgendwann zwischen 0 und 1 Uhr in eine Chupiteria gegangen. Chupitos sind kleine Schnäpse, die hier nur 1 Euro kosten. In der Chupiteria, wo wir immer hingehen, gibt es 120 verschiedene, die in 3 Kategorien eingeteilt sind: Hard, Medium und Soft (am bemerkenswertesten ist die Nr. 25: Wodka-Tequila-Rum - habe das aber noch nicht probiert *g*). Zu jedem Chupito gibt es einen "Punkt". Die Punkte kann man später gegen verschiedene Sachen eintauschen: Sombrero, T-Shirt, Pulli auch Tanga (ich habe schon 15 Punkte und einen Sombrero *g* - den Sombrero habe ich aber geschenkt bekommen).
Irgendwann nach 2 Uhr (da waren wir nur noch 6) sind wir aus der Chupiteria raus und sind in Richtung Disko aufgebrochen. Der Weg war relativ lang, weil die Zieldisko im Sacromonte war - ein Stadtteil am Ende von Granada. Gegen 3 Uhr waren wir drin (aber nur noch 4 von uns) und waren schockiert - es war alles leer! Wir haben schon gedacht, dass wir immer noch nicht die spanischen Zeiten raus haben, aber zum Glück war es nicht so. Im esten Stock gab es einen weiteren Tanzsaal, wo auch die ganzen Leute waren. Von da aus hat man einen super Ausblick auf die Alhambra, die nachts natürlich beleuchtet ist (leider nur bis 4). Die Disko war richtig cool und die Musik eine gute Mischung von allem. Ab 6 Uhr wurde es richtig leer und da es schon hell wurde, sind wir gegen halb 7 auch raus.
Auf dem Weg nach Hause wollte Sadi unbedingt frühstücken (mir hat ein Kakao gereicht). Wir haben eine Bar gefunden, die einer Spanien-Deutschen gehört. Die hat uns erstmal ihre halbe Lebensgeschichte (auf Deutsch) erzählt und uns am Ende kein Geld für die Bestellung berechnet - vorausgesetzt wir kommen nochmal auf einen Cocktailabend vorbei (was uns durchaus recht ist, weil wir bisher noch keine günstige Cocktailbar gekannt haben).
Gegen 9 Uhr war ich zu Hause - und da habe ich meine Müdigkeit richtig gemerkt. Jetzt bin ich wieder wach und fange langsam an produktiv zu werden ...
Samstag, 29. März 2008
Montag, 24. März 2008
Semana Santa
Die Kahrwoche heißt hier in Spanien "Semana Santa" (heilige Woche). Die ganze Woche lang, gab es Prozessionen in den Straßen. Es wurden Jesus- und Mariafiguren auf schweren Podesten durch die Gegend getragen. Außerdem liefen "anonyme Büßer" mit Kapuzen durch die Gegend, begleitet von Kapellenmusik.
Ich habe mir mehrere Prozessionen angesehen, aber sie waren alle so ziemlich gleich (ok, die Farben der Kapuzen haben sich abgewechselt, und ja, es gab auch weiße!).
Die Fotos sind nicht so gut geworden, weil es dunkel war, aber ich stelle trotzdem ein paar rein. (Und die Fotos von Valencia sind jetzt auch online.)
Ich habe mir mehrere Prozessionen angesehen, aber sie waren alle so ziemlich gleich (ok, die Farben der Kapuzen haben sich abgewechselt, und ja, es gab auch weiße!).
Die Fotos sind nicht so gut geworden, weil es dunkel war, aber ich stelle trotzdem ein paar rein. (Und die Fotos von Valencia sind jetzt auch online.)
Donnerstag, 20. März 2008
Valencia im Ausnahmezustand ...
... zumindest hoffe ich für die Einwohner, dass es ein Ausnahmezustand war! Aber vermutlich schon, es waren ja Feiertage ("Fallas de Valencia") (auch wenn mir nicht klar ist, was genau gefeiert wurde). Für uns wurde aber bereits die Hinfahrt fast zu einer "Falla" - die Gepäckklappe am Bus ist mehrmals aufgegangen. Und nach einem Stopp, um die Klappe zu schließen, ging auf einmal kein einziger Gang mehr rein, sodass wir einige Zeit verloren auf der Autobahn standen. Achja, und verfahren haben wir uns auch (und mussten auf einer zweispuriegen Straße um 180 Gran in mehreren Zügen wenden - eine komplette Straßensperre also).
Nach etwas über 7 Stunden kamen wir in Valencia an (geplant waren 5). Überall in der Stadt waren riesige Figuren aus Pappmaché aufgebaut, die - leider erst am kommenden Tag - alle verbrannt werden sollten. Die Figuren haben verschiede Sachen dargestellt und Politiker oder Gesellschaft kritisiert. Leider konnten wir nichts von dem verstehen, weil alles auf Catalán geschrieben war (eigentlich Valencián, aber die Sprache ist zu 95 % mit Catalán identisch).
Aber auch ohne Flammen war es in den Straßen nicht langweilig - überall knallten Böller - und zwar ohne Pegelbegrenzung! Das waren keine ohrenfreundlichen Böller wie bei uns, sondern Elefententöter, die einem recht schnell auf die Nerven gingen. Die Stadt war übrigens richtig schön. Vor allem die "Plaza de Ayuntamiento" und die "Ciudad de Arte y Ciencias" waren schön anzusehen - so konnte man auch viel Zeit mit Fotos totschlagen (Fotos kommen erst online, sobald ich sie mit den anderen ausgetauscht habe).
Um 1:30 Uhr sollte das Feuerwerk der "Noche de Fuegos" (Nacht der Feuer) stattfinden. Schon ab 19 Uhr wurde aber überall in der Stadt geschossen - und nicht nur vereinzelt (gegen 21 Uhr haben wir uns ein etwa 20 Minuten dauerndes, wohl eher privates, Feuerwerk angesehen). Das Feuerwerk um 1:30 Uhr sollte aber alles in den Schatten stellen - dachten wir. Als es endlich soweit war, erwartete ich ein Spektakel von mehr als einer Stunde (Sadi sogar mehr als zwei) - es waren aber nur 15 Minuten. Das, was in dieser Zeit geboten wurde, war aber echt genial! Es waren teilweise Effekte dabei, die ich noch nie gesehen habe und der ganze Himmel hat ständig gebrannt - zumindest was die Raketendichte angeht, war das das beste Feuerwerk, was ich je gesehen habe. Leider war es aber schon um 1:45 Uhr vorbei und wir mussten noch bis 5 Uhr auf den Bus warten - Fehlplanung oder nicht, wissen wir bis heute nicht. Wir haben die Zeit in den Straßen totgeschlagen und als uns die (nicht aggressiven !!!) Besoffenen und die Böller zu viel wurden, haben wir uns in den nächsten McDonald's ins Warme gesetzt und die Zeit abgewartet (es waren seltsamerweise keine anderen Imbissbuden offen - ich habe aber nichts gegessen!!!). Ok, eine Alternative zum Warten hatten wir: Es gab ein Botellion, wo die meisten aus unserem Bus waren, aber wir hatten keine Lust zu saufen ...
Als um 5:15 Uhr endlich der Bus kam, konnten wir endlich im Warmen schlafen und die kalten, lauten und total eingesauten Straßen von Valencia verlassen. Trotzdem hat mir der Ausflug gefallen!
PS: Hatte noch vergessen zu erwähnen, dass es von 18 bis nach 21 Uhr riesige Paraden mit schick gekleideten Menschen in den Straßen gab - wir hatten den Eindruck, dass alle 800.000 Einwohner von Valencia daran teilnahmen - so voll wie die Straßen waren.
Nach etwas über 7 Stunden kamen wir in Valencia an (geplant waren 5). Überall in der Stadt waren riesige Figuren aus Pappmaché aufgebaut, die - leider erst am kommenden Tag - alle verbrannt werden sollten. Die Figuren haben verschiede Sachen dargestellt und Politiker oder Gesellschaft kritisiert. Leider konnten wir nichts von dem verstehen, weil alles auf Catalán geschrieben war (eigentlich Valencián, aber die Sprache ist zu 95 % mit Catalán identisch).
Aber auch ohne Flammen war es in den Straßen nicht langweilig - überall knallten Böller - und zwar ohne Pegelbegrenzung! Das waren keine ohrenfreundlichen Böller wie bei uns, sondern Elefententöter, die einem recht schnell auf die Nerven gingen. Die Stadt war übrigens richtig schön. Vor allem die "Plaza de Ayuntamiento" und die "Ciudad de Arte y Ciencias" waren schön anzusehen - so konnte man auch viel Zeit mit Fotos totschlagen (Fotos kommen erst online, sobald ich sie mit den anderen ausgetauscht habe).
Um 1:30 Uhr sollte das Feuerwerk der "Noche de Fuegos" (Nacht der Feuer) stattfinden. Schon ab 19 Uhr wurde aber überall in der Stadt geschossen - und nicht nur vereinzelt (gegen 21 Uhr haben wir uns ein etwa 20 Minuten dauerndes, wohl eher privates, Feuerwerk angesehen). Das Feuerwerk um 1:30 Uhr sollte aber alles in den Schatten stellen - dachten wir. Als es endlich soweit war, erwartete ich ein Spektakel von mehr als einer Stunde (Sadi sogar mehr als zwei) - es waren aber nur 15 Minuten. Das, was in dieser Zeit geboten wurde, war aber echt genial! Es waren teilweise Effekte dabei, die ich noch nie gesehen habe und der ganze Himmel hat ständig gebrannt - zumindest was die Raketendichte angeht, war das das beste Feuerwerk, was ich je gesehen habe. Leider war es aber schon um 1:45 Uhr vorbei und wir mussten noch bis 5 Uhr auf den Bus warten - Fehlplanung oder nicht, wissen wir bis heute nicht. Wir haben die Zeit in den Straßen totgeschlagen und als uns die (nicht aggressiven !!!) Besoffenen und die Böller zu viel wurden, haben wir uns in den nächsten McDonald's ins Warme gesetzt und die Zeit abgewartet (es waren seltsamerweise keine anderen Imbissbuden offen - ich habe aber nichts gegessen!!!). Ok, eine Alternative zum Warten hatten wir: Es gab ein Botellion, wo die meisten aus unserem Bus waren, aber wir hatten keine Lust zu saufen ...
Als um 5:15 Uhr endlich der Bus kam, konnten wir endlich im Warmen schlafen und die kalten, lauten und total eingesauten Straßen von Valencia verlassen. Trotzdem hat mir der Ausflug gefallen!
PS: Hatte noch vergessen zu erwähnen, dass es von 18 bis nach 21 Uhr riesige Paraden mit schick gekleideten Menschen in den Straßen gab - wir hatten den Eindruck, dass alle 800.000 Einwohner von Valencia daran teilnahmen - so voll wie die Straßen waren.
Montag, 17. März 2008
Sierra Nevada
Ich weiß nicht, ob jemandem aufgefallen ist, dass beim letzten Eintrag die ganze Woche außer Samstag beschrieben wurde. Der Samstag kommt jetzt: Sierra Nevada! Wir sind morgens in die Berge gefahren, um ein wenig zu wandern (Skifahren wäre zu teuer gewesen). Leider gab es dort, wo wir angekommen sind keine Wanderwege, nur Skipisten. Nach ein wenig Umsehen haben wir beschlossen, eine nicht befahrene Piste hinaufzugehen (die eigentliche Skiseason ist vorbei). Aber die Securityleute fanden das nicht so toll und haben uns rausgeschmissen. Der einzige alternative Weg nach oben führte über eine endloslange Serpentinenstraße, wo es natürlich keinen Schnee gab. Wir gingen ein Stück nach oben und versuchten es nochmal auf einer noch weniger befahrenen Piste, aber auch hier gab es einen Aufpasser, der uns rausgeschmissen hatte. Das ganze war schon sehr seltsam, die Spanier sehen normalerweise alles SEHR locker, aber hier kamen wir uns vor wie in Deutschland - alles musste seine Ordnung haben.
Ein weiteres gutes Stück die Serpentinen hoch und eine weitere Piste - endlich keine Security! Hier konnten wir endlich in die Berge aufbrechen und ein paar schöne Schneefotos machen. Leider hatten wir schon viel Zeit verloren und in 5 Stunden sollte schon der letzte Bus zurück nach Granada fahren. Die nächsten 3 Stunden sind wir einfach dem Weg gefolgt, bis wir an einer kleinen Bergstation ankamen. Da aber die Skiseason schon vorbei war, war hier alles abgeriegelt. Es gab aber eine Terrasse. Stühle und Tische waren schon alle zusammengepackt und windsicher befestigt - aber nicht tourisicher. So konnten wir es uns bequem machen und ein wenig die Sonne genießen. Irgendwoher tauchte dann doch ein Angestellter auf und bat uns darum, wenn wir fertig wären, die Tische und Stühle wieder wegzuräumen - hatte also (wieder auf die spanische Art) nichts dagegen, dass wir uns daran bedient hatten. Das ganze war auf einer Höhe von 2500 m und weil sowieso alles geschlossen war, hatten wir keine Lust mehr, noch weiter nach oben zu steigen.
Den Rückweg wollten wir über die direkte Piste zu unserem Startpunkt antreten. Zum Glück gab es eine riesege Plastikplane, die da rumlag. Damit sind wir die Piste runtergefahren, hatten jede Menge Spaß und total nasse Klamotten. Zum Glück hatten wir die Plane wieder spaniengerecht entsorgt, bevor wir in Sichtweite der Securities kamen. Als wir unten über die Skipiste ankamen, haben wir dank Ausländernarrenfreiheit nur eine mündliche Ermahnung und keine Strafe bekommen - mit der Plastikplane wäre das sicher anders ausgegangen.
Ein weiteres gutes Stück die Serpentinen hoch und eine weitere Piste - endlich keine Security! Hier konnten wir endlich in die Berge aufbrechen und ein paar schöne Schneefotos machen. Leider hatten wir schon viel Zeit verloren und in 5 Stunden sollte schon der letzte Bus zurück nach Granada fahren. Die nächsten 3 Stunden sind wir einfach dem Weg gefolgt, bis wir an einer kleinen Bergstation ankamen. Da aber die Skiseason schon vorbei war, war hier alles abgeriegelt. Es gab aber eine Terrasse. Stühle und Tische waren schon alle zusammengepackt und windsicher befestigt - aber nicht tourisicher. So konnten wir es uns bequem machen und ein wenig die Sonne genießen. Irgendwoher tauchte dann doch ein Angestellter auf und bat uns darum, wenn wir fertig wären, die Tische und Stühle wieder wegzuräumen - hatte also (wieder auf die spanische Art) nichts dagegen, dass wir uns daran bedient hatten. Das ganze war auf einer Höhe von 2500 m und weil sowieso alles geschlossen war, hatten wir keine Lust mehr, noch weiter nach oben zu steigen.
Den Rückweg wollten wir über die direkte Piste zu unserem Startpunkt antreten. Zum Glück gab es eine riesege Plastikplane, die da rumlag. Damit sind wir die Piste runtergefahren, hatten jede Menge Spaß und total nasse Klamotten. Zum Glück hatten wir die Plane wieder spaniengerecht entsorgt, bevor wir in Sichtweite der Securities kamen. Als wir unten über die Skipiste ankamen, haben wir dank Ausländernarrenfreiheit nur eine mündliche Ermahnung und keine Strafe bekommen - mit der Plastikplane wäre das sicher anders ausgegangen.
Sonntag, 16. März 2008
Filme und Markt
Diese Woche hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag einen Film auf Spanisch zu gucken (der Anlass war, dass ich bei uns im Wohnzimmerschrank jede Menge DVDs gefunden habe). Am Montag habe ich mir "Casino Royal" angesehen, mir war aber nicht klar, welche Person wozu gehört und warum diese Person plötzlich die Seite wechselt ... Der Dienstag war schon besser: Star Wars Episode IV! Da war natürlich alles klar - der Film ist auch auf Spanisch gut! Am Mittwoch bin ich mit ein paar Leuten vom Sprachkurs ins Kino gegangen. Mittwochs kostet eine Vorstellung nur 3,50 Euro (normal sind immer noch super billige 4,50 Euro). Wir haben uns "Sweeney Todd" angesehen. Sehr seltsam und krank, aber ich mochte den Film. Damit war mein Vorhaben mit den Filmen auch schon zu Ende. Donnerstag und Freitag hatte ich keine Zeit mehr dafür. Am Donnerstag wollten wir in den Irish Pub zur Karaoke gehen, aber einer von unseren spanischen Bekannten hat in einer Clubbar seinen Geburtstag nachgefeiert, wo wir dann auch hingegangen sind. Und Freitag hatten wir mit der WG ein "Social Event" - wir haben HalfLife gespielt (natürlich habe ich verloren, weil ich das Spiel nie vorher gespielt habe und außerdem das Spielen an der Computertastatur nicht gewohnt bin).
Heute, Sonntag, waren wir auf dem Mercadillo (Markt). Es wurde über Mittag ziemlich heiß, aber im T-Shirt konnte man es gut aushalten, die Luft ist hier sehr angenehm. Auf dem Markt kann man von Obst und Gemüse über Klamotten bis hin zu gefälschten Uhren fast aller Marken (Rolex gab es nicht, ich habe gefragt) alles kaufen. Mit den Klamotten habe ich mich auf Socken beschränkt, bei "Gemüse" habe ich Erdbeeren, Äpfel und Gurken gekauft. Danach waren wir noch im McDonald's und ich habe somit gegen Regel 1 (Im Auslandssemester weder McD noch BurgerKing betreten) und Regel 2 (Im Auslandssemster kein Geld im McD und BurgerKing ausgeben) verstoßen. Regel 3 (Im Auslandssemester keine Mahlzeit bei McD und BurgerKing einnehmen) blieb aber noch unberührt und wird es hoffentlich auch bleiben - ich habe nämlich nur ein Eis gegessen.
PS: Die Fotos von Córdoba sind endlich online!
PPS: Kleine Ergänzung zum Posting über die Uni und den ersten Monat: An der Uni gibt es hier keine Leute, mit denen man über unendlich viele Affen und ähnliche Probleme reden kann, ohne komisch angeguckt zu werden ...
Heute, Sonntag, waren wir auf dem Mercadillo (Markt). Es wurde über Mittag ziemlich heiß, aber im T-Shirt konnte man es gut aushalten, die Luft ist hier sehr angenehm. Auf dem Markt kann man von Obst und Gemüse über Klamotten bis hin zu gefälschten Uhren fast aller Marken (Rolex gab es nicht, ich habe gefragt) alles kaufen. Mit den Klamotten habe ich mich auf Socken beschränkt, bei "Gemüse" habe ich Erdbeeren, Äpfel und Gurken gekauft. Danach waren wir noch im McDonald's und ich habe somit gegen Regel 1 (Im Auslandssemester weder McD noch BurgerKing betreten) und Regel 2 (Im Auslandssemster kein Geld im McD und BurgerKing ausgeben) verstoßen. Regel 3 (Im Auslandssemester keine Mahlzeit bei McD und BurgerKing einnehmen) blieb aber noch unberührt und wird es hoffentlich auch bleiben - ich habe nämlich nur ein Eis gegessen.
PS: Die Fotos von Córdoba sind endlich online!
PPS: Kleine Ergänzung zum Posting über die Uni und den ersten Monat: An der Uni gibt es hier keine Leute, mit denen man über unendlich viele Affen und ähnliche Probleme reden kann, ohne komisch angeguckt zu werden ...
Sonntag, 9. März 2008
Córdoba
Der gestrige Ausflug mit der Erasmusgruppe ging nach Córdoba. Nach einer etwa 2,5-stündigen Busfahrt waren wir in der Stadt - und diesmal war das Wetter super. Wie auch letztes Mal in Sevilla, haben wir zuerst Stadtpläne im Touristenzentrum abgeholt und hatten danach eine kurze Stadtführung.
Unsere erste Besichtigung war das Alcázar (ein Schloß). Es war schön (kam aber nicht ganz an das in Sevilla ran). Die Gartenanlage war auch nicht übel (wegen Regen in Sevilla, leider nicht vergleichbar), aber leider wurden wir um 14 Uhr rausgeschmissen, weil die Angestellten ihre Siesta machen wollten ...
Bis 16 Uhr hatten wir Freizeit in der wir in eine Tourifalle getappt sind. Auf der Suche nach Essen haben wir uns gedacht: "Pizza für 12 Euro? - Nein, nicht mit uns!" Und sind daher weiter aus der Innenstadt rausgegangen, bis wir ein Lokal gefunden hatten, wo die Pizza nur noch halb so teuer war. Wir haben uns aber doch gegen die Pizza und für Tapas entschieden (in Córdoba im Gegensatz zu Granada nicht kostenlos). Wir hatten die Wahl zwischen einer kleinen, mittleren und großen Portion (etwa 2, 4 und 6 Euro). Die kleine Portion, so dachten wir, ist das, was man in Granada kostenlos bekommt. Ich bestellte eine mittlere, Sadi und Simon wählten Fisch, den es nur in groß gab. Christoph holte Lasagne - und hatte es noch am besten von uns allen erwischt, auch wenn seine Portion für das Geld auch viel zu klein war. Meine mittle Tapasportion für 4 Euro war KLEINER als die durchschnittliche KOSTENLOSE Portion in Granada! Aber Sadi und Simon traf es am schlimmsten: Für 7 Euro mussten sie sich mit einer handflächengroßen Portion von etwas zufriedengeben, das nur entfernt an Fisch erinnerte!
Welche Lehre ziehen wir daraus? Vor dem Essen in einer fremden Stadt immer erst durch das Lokal gehen und die Portionen der anderen Gäste ansehen ...
Um 16 Uhr ging es zur Mezquita (eine frühere Moschee in, die die Christen mittenhinein eine Kathedrale reingebaut haben). Die Moschee war riesig. Innen meinte man, sich im Halbdunkeln in dem Säulenwald verirren zu können. Die Kathedrale war wirklich fehl am Platz und unterbrach die gleichmäßig verlaufenden Säulen wie ein dicker Klotz, der an seinem Platz eigentlich nichts zu suchen hatte. Trotzdem war der Eindruck super. Ich habe ungefähr die Hälfte der Fotos dieses Tages in der Mezquita gemacht. Erstens weil die Säulen mit ihren aus rot-weißen Steinen geformten Bögen total schön waren. Zweitens weil es nicht viel Licht gab und die meisten Fotos schlecht wirkten und ich immer wieder neue Versuche starten musste. Und drittens, da meine Kamera eine Macke hat und ich nur an den Stellen Fotos machen kann, wo es kein starkes Sonnenlicht gibt. (Daher gibt es auch nicht so viele Fotos von der Stadt zu sehen). Ich habe aber rausgefunden, dass die Fotos auch bei hellem Licht gut werden, wenn ich stark zoome - was nur ein kleiner Trost ist, da das nur selten hilft.
Unsere erste Besichtigung war das Alcázar (ein Schloß). Es war schön (kam aber nicht ganz an das in Sevilla ran). Die Gartenanlage war auch nicht übel (wegen Regen in Sevilla, leider nicht vergleichbar), aber leider wurden wir um 14 Uhr rausgeschmissen, weil die Angestellten ihre Siesta machen wollten ...
Bis 16 Uhr hatten wir Freizeit in der wir in eine Tourifalle getappt sind. Auf der Suche nach Essen haben wir uns gedacht: "Pizza für 12 Euro? - Nein, nicht mit uns!" Und sind daher weiter aus der Innenstadt rausgegangen, bis wir ein Lokal gefunden hatten, wo die Pizza nur noch halb so teuer war. Wir haben uns aber doch gegen die Pizza und für Tapas entschieden (in Córdoba im Gegensatz zu Granada nicht kostenlos). Wir hatten die Wahl zwischen einer kleinen, mittleren und großen Portion (etwa 2, 4 und 6 Euro). Die kleine Portion, so dachten wir, ist das, was man in Granada kostenlos bekommt. Ich bestellte eine mittlere, Sadi und Simon wählten Fisch, den es nur in groß gab. Christoph holte Lasagne - und hatte es noch am besten von uns allen erwischt, auch wenn seine Portion für das Geld auch viel zu klein war. Meine mittle Tapasportion für 4 Euro war KLEINER als die durchschnittliche KOSTENLOSE Portion in Granada! Aber Sadi und Simon traf es am schlimmsten: Für 7 Euro mussten sie sich mit einer handflächengroßen Portion von etwas zufriedengeben, das nur entfernt an Fisch erinnerte!
Welche Lehre ziehen wir daraus? Vor dem Essen in einer fremden Stadt immer erst durch das Lokal gehen und die Portionen der anderen Gäste ansehen ...
Um 16 Uhr ging es zur Mezquita (eine frühere Moschee in, die die Christen mittenhinein eine Kathedrale reingebaut haben). Die Moschee war riesig. Innen meinte man, sich im Halbdunkeln in dem Säulenwald verirren zu können. Die Kathedrale war wirklich fehl am Platz und unterbrach die gleichmäßig verlaufenden Säulen wie ein dicker Klotz, der an seinem Platz eigentlich nichts zu suchen hatte. Trotzdem war der Eindruck super. Ich habe ungefähr die Hälfte der Fotos dieses Tages in der Mezquita gemacht. Erstens weil die Säulen mit ihren aus rot-weißen Steinen geformten Bögen total schön waren. Zweitens weil es nicht viel Licht gab und die meisten Fotos schlecht wirkten und ich immer wieder neue Versuche starten musste. Und drittens, da meine Kamera eine Macke hat und ich nur an den Stellen Fotos machen kann, wo es kein starkes Sonnenlicht gibt. (Daher gibt es auch nicht so viele Fotos von der Stadt zu sehen). Ich habe aber rausgefunden, dass die Fotos auch bei hellem Licht gut werden, wenn ich stark zoome - was nur ein kleiner Trost ist, da das nur selten hilft.
Donnerstag, 6. März 2008
1. Monat Spanien
6. März - heute bin ich schon einen Monat in Spanien. Mit der Sprache klappt es soweit ganz gut. Es kostet mich keine Überwindung mehr, Spanisch zu reden. Aber es fehlen noch viele Wörter und die Grammatik sitzt noch nicht ganz gut. Aber dafür hat heute der Spanischkurs angefangen - damit sollte es schneller gehen. Außerdem kennen wir hier schon genug Leute, um - man mag es kaum glauben - abends beim Weggehen Spanisch reden zu müssen.
Die Uni ist soweit ganz gut, aber die Praktika kommen immer noch nicht ganz in Gang. Nur Criptográfia hat richtig angefangen. Die Profs kann man auch ganz gut verstehen - bis auf den Cripto-Prof - passend zum Thema, redet er verschlüsselt und viel zu schnell. Hoffe das wird bald besser (aber der Mensch ist sehr nett und hat das letzte Thema extra für uns (?) als pdf online gestellt).
Noch eine Sache zur Uni: Der "spanische Steigner" (d.h. der Prof, der Rechnernetze hält) sieht genauso aus, wie unserer - nur etwas jünger. Das heißt auch, dass seine Resthaare nicht grau, sondern schwarz sind, genau wie sein Bärtchen. Aber sonst sieht er unserem Steigner sehr ähnlich. Seine PowerPoint-Folien sind aber bei weitem nicht so fancy - aber ok, er ist jung und kann noch viel lernen *g*.
Ansonsten habe ich mich hier gut eingelebt, esse viel mehr Fisch als in Deutschland und bin auch mehr unterwegs.
PS: Letzte Woche habe ich den Stadtteil "Realejo" erkundet, siehe Fotos.
PPS: Granada hat sehr sehr viel Graffiti in den Straßen - aber dieses Graffiti ist viel schöner, als in unserern Städten - bald kommen Fotos!
Die Uni ist soweit ganz gut, aber die Praktika kommen immer noch nicht ganz in Gang. Nur Criptográfia hat richtig angefangen. Die Profs kann man auch ganz gut verstehen - bis auf den Cripto-Prof - passend zum Thema, redet er verschlüsselt und viel zu schnell. Hoffe das wird bald besser (aber der Mensch ist sehr nett und hat das letzte Thema extra für uns (?) als pdf online gestellt).
Noch eine Sache zur Uni: Der "spanische Steigner" (d.h. der Prof, der Rechnernetze hält) sieht genauso aus, wie unserer - nur etwas jünger. Das heißt auch, dass seine Resthaare nicht grau, sondern schwarz sind, genau wie sein Bärtchen. Aber sonst sieht er unserem Steigner sehr ähnlich. Seine PowerPoint-Folien sind aber bei weitem nicht so fancy - aber ok, er ist jung und kann noch viel lernen *g*.
Ansonsten habe ich mich hier gut eingelebt, esse viel mehr Fisch als in Deutschland und bin auch mehr unterwegs.
PS: Letzte Woche habe ich den Stadtteil "Realejo" erkundet, siehe Fotos.
PPS: Granada hat sehr sehr viel Graffiti in den Straßen - aber dieses Graffiti ist viel schöner, als in unserern Städten - bald kommen Fotos!
Sonntag, 2. März 2008
Berge, Wüste und Meer
Dieses Wochenende hatten wir etwas länger frei als gewöhnlich. Wir (ich, Sadi, Christoph und Katja (ein Mädel, das der Sadi bei der Wohnungssuche kennengelernt hat)) haben uns daher entschlossen, ein Auto zu mieten und ein wenig die Gegend zu erkunden (das Auto - ein Ford Focus Kombi hat für 3 Tage ca. 65 Euro gekostet).
Als erstes sind wir durch die Alpujarras gefahren. Das ist die südliche Region der Sierra Nevada. Sie diente den Mauren als letzte Zuflucht, bevor sie auch von da durch die Christen vertrieben wurden. Die Fahrt ging über ganz enge Serpentinen hinauf in die Berge, wo es außer einer guten Aussicht auch die typisch andalusischen weißen Dörfer zu sehen gab. Am Abend haben wir das Gebirge von Süden nach Norden überquert und in einem kleinen Dörfchen mit dem Namen "La Calahorra" in einem 2-Sterne-Hotel (für 20 Euro pro Person) übernachtet - was anderes gabs da nicht.
Am nächsten Morgen sind wir schon früh aufgestanden und haben uns bei der Burg in diesem Dorf den Sonnenaufgang angesehen. Danach ging es über die Autobahn in Richtung Wüste. Von der Wüste haben wir aber nicht so viel gesehen, weil wir lieber an den Strand wollten (und weil wir schon viel Zeit in einem Westerndorf verbracht haben (viele Italowestern wurden nämlich hier in Andalusien gedreht und "Der Schuh des Manitu" auch).
Am Nachmittag erreichten wir "Cabo de Gata", ein Minidorf an der Küste im gleichnamigen Naturpark. Das Wasser war aber immer noch viel zu kalt zum Baden - nur Christoph hat sich für ein Foto komplett ins Wasser getraut. Wir sind ein wenig durch die Gegend gefahren, kamen aber zum Sonnenuntergang wieder zurück an die Küste. In der Dunkelheit ging es nach Almeria, wo wir zunächst auch eine Unterkunft suchen mussten. Das billigste (und nicht ausgebuchte) Hostel, was wir gefunden hatten, hätte 22 Euro pro Person gekostet - und machte keinen tollen Eindruck. Wir wollten das schon nehmen und sind raus zum Auto (welches sehr weit geparkt war), haben dann aber auf dem Weg zum Spaß in einem 3-Sterne-Hotel nach den Preisen gefragt. Ergebnis: 20 Euro pro Person! Das haben wir dann auch genommen. Für das Auto mussten wir aber noch einen anderen Parkplatz finden, weil der erste ab 23 Uhr kostenpflichtig war. Nicht weit davon entfernt gab es einen kostenfreien - wenn man die "Parkplatzmafia" nicht dazu zählt. Als wir das Auto gerade abgestellt hatten, kam ein (versifft wirkender) Mensch auf uns zu. Er sagte, wenn wir ihm ein wenig Geld geben, passt er auf, dass unserem Auto nichts passiert. Was macht man in einem solchen Fall? Natürlich würde der Typ nicht auf das Auto aufpassen, aber wenn wir den nichts gegeben hätten, wäre unser Auto am nächsten Morgen womöglich nicht mehr so schön anzuschauen gewesen - wir haben uns dann auf 2 Euro geeinigt.
Nach einer erholsamen Nacht im Hotel haben wir uns am Morgen die Alcazaba (Burg) von Almeria angesehen und sind danach nach Hause gefahren (das Auto war unversehrt).
Fazit: Auto mieten ist billig, Benzin kostet 1,12 pro Liter - aber das Essen ist sehr teuer, wenn man unterwegs ist (da hat das Riesennetz Orangen für 2 Euro den Durchschnittspreis auch nicht signifikant senken können...)
Als erstes sind wir durch die Alpujarras gefahren. Das ist die südliche Region der Sierra Nevada. Sie diente den Mauren als letzte Zuflucht, bevor sie auch von da durch die Christen vertrieben wurden. Die Fahrt ging über ganz enge Serpentinen hinauf in die Berge, wo es außer einer guten Aussicht auch die typisch andalusischen weißen Dörfer zu sehen gab. Am Abend haben wir das Gebirge von Süden nach Norden überquert und in einem kleinen Dörfchen mit dem Namen "La Calahorra" in einem 2-Sterne-Hotel (für 20 Euro pro Person) übernachtet - was anderes gabs da nicht.
Am nächsten Morgen sind wir schon früh aufgestanden und haben uns bei der Burg in diesem Dorf den Sonnenaufgang angesehen. Danach ging es über die Autobahn in Richtung Wüste. Von der Wüste haben wir aber nicht so viel gesehen, weil wir lieber an den Strand wollten (und weil wir schon viel Zeit in einem Westerndorf verbracht haben (viele Italowestern wurden nämlich hier in Andalusien gedreht und "Der Schuh des Manitu" auch).
Am Nachmittag erreichten wir "Cabo de Gata", ein Minidorf an der Küste im gleichnamigen Naturpark. Das Wasser war aber immer noch viel zu kalt zum Baden - nur Christoph hat sich für ein Foto komplett ins Wasser getraut. Wir sind ein wenig durch die Gegend gefahren, kamen aber zum Sonnenuntergang wieder zurück an die Küste. In der Dunkelheit ging es nach Almeria, wo wir zunächst auch eine Unterkunft suchen mussten. Das billigste (und nicht ausgebuchte) Hostel, was wir gefunden hatten, hätte 22 Euro pro Person gekostet - und machte keinen tollen Eindruck. Wir wollten das schon nehmen und sind raus zum Auto (welches sehr weit geparkt war), haben dann aber auf dem Weg zum Spaß in einem 3-Sterne-Hotel nach den Preisen gefragt. Ergebnis: 20 Euro pro Person! Das haben wir dann auch genommen. Für das Auto mussten wir aber noch einen anderen Parkplatz finden, weil der erste ab 23 Uhr kostenpflichtig war. Nicht weit davon entfernt gab es einen kostenfreien - wenn man die "Parkplatzmafia" nicht dazu zählt. Als wir das Auto gerade abgestellt hatten, kam ein (versifft wirkender) Mensch auf uns zu. Er sagte, wenn wir ihm ein wenig Geld geben, passt er auf, dass unserem Auto nichts passiert. Was macht man in einem solchen Fall? Natürlich würde der Typ nicht auf das Auto aufpassen, aber wenn wir den nichts gegeben hätten, wäre unser Auto am nächsten Morgen womöglich nicht mehr so schön anzuschauen gewesen - wir haben uns dann auf 2 Euro geeinigt.
Nach einer erholsamen Nacht im Hotel haben wir uns am Morgen die Alcazaba (Burg) von Almeria angesehen und sind danach nach Hause gefahren (das Auto war unversehrt).
Fazit: Auto mieten ist billig, Benzin kostet 1,12 pro Liter - aber das Essen ist sehr teuer, wenn man unterwegs ist (da hat das Riesennetz Orangen für 2 Euro den Durchschnittspreis auch nicht signifikant senken können...)
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