Donnerstag, 20. März 2008

Valencia im Ausnahmezustand ...

... zumindest hoffe ich für die Einwohner, dass es ein Ausnahmezustand war! Aber vermutlich schon, es waren ja Feiertage ("Fallas de Valencia") (auch wenn mir nicht klar ist, was genau gefeiert wurde). Für uns wurde aber bereits die Hinfahrt fast zu einer "Falla" - die Gepäckklappe am Bus ist mehrmals aufgegangen. Und nach einem Stopp, um die Klappe zu schließen, ging auf einmal kein einziger Gang mehr rein, sodass wir einige Zeit verloren auf der Autobahn standen. Achja, und verfahren haben wir uns auch (und mussten auf einer zweispuriegen Straße um 180 Gran in mehreren Zügen wenden - eine komplette Straßensperre also).
Nach etwas über 7 Stunden kamen wir in Valencia an (geplant waren 5). Überall in der Stadt waren riesige Figuren aus Pappmaché aufgebaut, die - leider erst am kommenden Tag - alle verbrannt werden sollten. Die Figuren haben verschiede Sachen dargestellt und Politiker oder Gesellschaft kritisiert. Leider konnten wir nichts von dem verstehen, weil alles auf Catalán geschrieben war (eigentlich Valencián, aber die Sprache ist zu 95 % mit Catalán identisch).
Aber auch ohne Flammen war es in den Straßen nicht langweilig - überall knallten Böller - und zwar ohne Pegelbegrenzung! Das waren keine ohrenfreundlichen Böller wie bei uns, sondern Elefententöter, die einem recht schnell auf die Nerven gingen. Die Stadt war übrigens richtig schön. Vor allem die "Plaza de Ayuntamiento" und die "Ciudad de Arte y Ciencias" waren schön anzusehen - so konnte man auch viel Zeit mit Fotos totschlagen (Fotos kommen erst online, sobald ich sie mit den anderen ausgetauscht habe).
Um 1:30 Uhr sollte das Feuerwerk der "Noche de Fuegos" (Nacht der Feuer) stattfinden. Schon ab 19 Uhr wurde aber überall in der Stadt geschossen - und nicht nur vereinzelt (gegen 21 Uhr haben wir uns ein etwa 20 Minuten dauerndes, wohl eher privates, Feuerwerk angesehen). Das Feuerwerk um 1:30 Uhr sollte aber alles in den Schatten stellen - dachten wir. Als es endlich soweit war, erwartete ich ein Spektakel von mehr als einer Stunde (Sadi sogar mehr als zwei) - es waren aber nur 15 Minuten. Das, was in dieser Zeit geboten wurde, war aber echt genial! Es waren teilweise Effekte dabei, die ich noch nie gesehen habe und der ganze Himmel hat ständig gebrannt - zumindest was die Raketendichte angeht, war das das beste Feuerwerk, was ich je gesehen habe. Leider war es aber schon um 1:45 Uhr vorbei und wir mussten noch bis 5 Uhr auf den Bus warten - Fehlplanung oder nicht, wissen wir bis heute nicht. Wir haben die Zeit in den Straßen totgeschlagen und als uns die (nicht aggressiven !!!) Besoffenen und die Böller zu viel wurden, haben wir uns in den nächsten McDonald's ins Warme gesetzt und die Zeit abgewartet (es waren seltsamerweise keine anderen Imbissbuden offen - ich habe aber nichts gegessen!!!). Ok, eine Alternative zum Warten hatten wir: Es gab ein Botellion, wo die meisten aus unserem Bus waren, aber wir hatten keine Lust zu saufen ...
Als um 5:15 Uhr endlich der Bus kam, konnten wir endlich im Warmen schlafen und die kalten, lauten und total eingesauten Straßen von Valencia verlassen. Trotzdem hat mir der Ausflug gefallen!

PS: Hatte noch vergessen zu erwähnen, dass es von 18 bis nach 21 Uhr riesige Paraden mit schick gekleideten Menschen in den Straßen gab - wir hatten den Eindruck, dass alle 800.000 Einwohner von Valencia daran teilnahmen - so voll wie die Straßen waren.

1 Kommentar:

Caitlin Pyle hat gesagt…

hi Süßer,
wow, du hast dieses Mal echt viel geschrieben! ich bin froh, dass du nicht gern saufst :-) solche Leute ärgern mich! ich freue mich auf die Fotos!!
Caiti