Heute hat das Centro de Lenguas Modernas (wo unser Spanischkurs stattfindet) eine Wanderung am Rande der Sierra Nevada veranstaltet. Wir sind im Dorf Monachil (ziemlich nah an Granada) gestartet. Kurz hinter dem Dorf haben wir unreife Mandeln vom Baum gegessen. Die Frucht schmeckt sehr wässrig, die Schale sauer.
Die erste Stunde ging es steil hinauf in die Berge. Danach wurde die Aussicht besser und der Weg leichter. Der Pfad war zwar meistens sehr eng, aber dafür nicht mehr steil. Als wir dann am Fluß ankamen, wurde es aber etwas komplizierter. Wir mussten uns an Felswänden entlangquetschen. Hin und wieder ging es auch nur sitzend weiter.
Leider (?) haben wir während der ganzen Wanderung keine Stiere gesehen. Unser Reiseführer hatte gemeint, dass er beim letzten Mal 5 gesehen hätte. Er sagte, die tun einem nichts, wenn man Abstand hält und sie nicht ärgert (was beim letzten Mal bedeutet hatte, dass er mit seiner Gruppe 20 Minuten warten musste, bis die Stiere fertig gegessen hatten und den Weg freimachten).
Insgesamt war die Wanderung aber sehr gut. Zum Glück sind wir relativ früh gestartet und konnte der Hitze größtenteils entkommen (wir haben jetzt mittags um die 30°).
Sonst geht es mir immer noch gut hier. Aber langsam kommt der Unistreß, weil ich in letzter Zeit einem Kurs kaum Beachtung geschenkt habe. Aber das wird hoffentlich bald wieder ...
Letztens waren wir in einer "rundenbasierten" Tapasbar. Dort wählt man die Tapas nicht aus, sondern bekommt bestimmt Tapas zum ersten, zweiten usw. Getränk. Wir dachten, dass es nur 8 Runden gibt und haben uns vorgenommen, alle zu schaffen. Die anderen Gäste haben uns schon komisch angeguckt, als uns für uns die Runden 5, 6 und 7 ausgerufen wurden (normal sind vielleicht 3 oder höchstens 4, weil die Portionen groß sind). Die achte Runde haben wir sogar an den Tisch gebracht bekommen (normalerweise muss man sie an der Theke abholen). Wir haben gefragt, ob das die letzte Runde ist - aber das war sie leider nicht. Es gibt 66 (der Rekord liegt bisher bei 50 - das waren viele Leute während einer Geburtstagsfeier).
Sonst gehe ich ab und zu am Montagabend zu einem kostenlosen Salsakurs. Bisher hat es nicht viel gebracht, aber den Grundschritt kriege ich ab und zu hin :-)
Ich wohne immer noch mit meinen lauten und dreckigen Spaniern zusammen. Neuerdings haben wir ab und zu sogar Kakerlaken in der Wohnung, aber noch fühle ich mich von denen nicht belästigt. Ich habe mich gewundert, warum bei uns im Bad eine verbrauchte Klopapierrolle auf dem Boden steht, die mit einem Wannenstöpsel verschlossen ist. Aber hier steht Vieles einfach rum - da habe ich mir nicht viel bei gedacht. Vor zwei Tagen kam aber auf einmal ein Geräusch aus dieser Rolle und ein langer Fühler. Erst da habe ich verstanden, dass dort eine Kakerlake gefangen gehalten wird. Ob sie jetzt noch lebt, weiß ich nicht. Aber die Rolle steht immer noch verschlossen da ...
Diese Woche Dienstag war Jean-Paul zu Besuch in Granada. Er kommt aus Kanada und macht eine Europareise. Ich hatte ihn im Hostel kennengelernt, als ich noch neu in Granada war (siehe auch mein erstes Fotoalbum über die Alhambra). Wir haben zusammen Tapas gegessen und unsere Reisegeschichten ausgetauscht. War ganz lustig. Ich habe ihn abends zum Bahnhof begleitet und in der Straße am Bahnhof einen russischen Laden entdeckt. Aber irgendwie ist das Sortiment dort nicht so reichhaltig wie bei uns. Und es gibt nur eine einzige Kwassorte - diese schmeckt nicht überragend, aber man kann sie trotzdem trinken.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
ich bin's nochmal :-)!!
du hast dann mit dem Jean Paul bestimmt ein bisschen sehr nützliches Englisch geübt, oder, Viktorchen ;-)
mannnn ich kann es dir garantieren, dass this cockroach in the bathroom immer noch am Leben ist... die sterben wirklich nicht!! lol... doch, sie sterben schon, manchmal, aber mir wurde schon mehrmals gesagt, dass wenn es mal Nuclear War geben würde, dass Kakerlaken die einzige wären, die überleben...!!!
freut mich, dass du eine schoene Woche gehabt hast!!!
Caiti
Kommentar veröffentlichen