Donnerstag, 7. Februar 2008

Wohnungssuche Tag 1

Aufgewacht nach der ersten Nacht. Es ist Donnerstag, der 7. Februar. Ich habe noch zwei Nächte im Hostel, muss mich also auf Wohnungssuche machen. Zum Glück gibt es im Hostel WLAN - also ist die erste Aktion des Tages: Anzeigen suchen. Habe mir 8 Stück rausgesucht, die sich einigermaßen gut angehört haben und später noch auf der Plaza Nueva eine Nummer gefunden. Hatte also 9 Nummer anzurufen - aber leider kein Guthaben mehr auf der Handykarte. Das sollte aber kein Problem sein, dann man kann an jeder Ecke im Tabakladen die Karte aufladen - dachte ich zumindest. Aber für meinen Anbieter (Happy Móvil) fühlte sich keiner der Läden zuständig. Schließlich habe ich im "El Corte Ingles" (eine Einkaufszentrumkette - etwa Galeria Kaufhof vom ersten Eindruck her) erfahren, dass meine Karte nur in den Läden von "Phone House" aufgeladen wird. So ein Laden war schnell gefunden und ich konnte loslegen.
Das erste Telefongespräch war etwas holprig, doch schon bald hatte ich die Standardfragen gut drauf - leider gab es keine Standardantworten, sodass ich immer wieder Verständnisprobleme hatte. Einige Leute gingen den ganzen Tag nicht ans Handy und ein paar Wonungen waren schon weg. Schließlich hatte ich von den 9 Nummern 4 Termine vereinbart, alle davon relativ spät am Abend.
Das erste Zimmer war schön hell und hatte sogar einen kleinen Balkon mit Stadtblick - aber kein Internet und keinen Tisch im Zimmer. War dafür aber auch relativ teuer. Die zweite Wohnung war noch teuerer - aber einfach nur cool. Da gab es alles u.A. auch ein großes Wohnzimmer und eine Dachterrasse. Die hätte ich genommen, aber die Leute wollten noch bis zum Abend Bedenkzeit haben und haben sich schließlich für jemand anderen entschieden. Dass ich die dritte Wohnung nicht nehmen würde, war mir von Anfang an klar - diese war einfach zu weit außerhalb - etwa 20 min mit dem Bus bis zum Zentrum(rand). Aber da ich nichts anderes vorhatte und auch keine weiteren Termine bekam, bin ich den ganzen Weg nach draußen zu Fuß rausgegangen. Das Zimmer war ok, günstig und hatte einen super Ausblick auf die Sierra Nevada - aber halt zu weit außerhalb. Das vierte Zimmer war wieder im Zentrum, aber sehr sehr klein und dunkel - trotzdem das beste, was nach der Absage der coolen Wohnung übrigblieb.  Ich sagte also, dass ich mich an nächsten Tag nochmal melde und Bescheid sage, ob ich die nehme oder nicht - aber eigentlich wollte ich sie nicht nehmen.
Etwas später habe ich mich mit Pablo getroffen und er hat mir ein paar schöne Tapasbars gezeigt. Das ist super hier - man bestellt ein Bier für 1,60 bis 2,50 und bekommt noch gratis was zu essen dazu. Nach 2 Bier hat man meistens keinen Hunger mehr (hängt natürlich von der Bar ab - einige geben nämlich sehr großzügige Portionen). Später hat mir Pablo noch eine Straße mit sehr sehr vielen Wohnungsanzeigen gezeigt und wir haben ein paar davon abgerissen und er hat für mich sogar einen Termin für den folgenden Tag vereinbart.

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